Olympiareife Leistungen

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Der Mensch das Maß aller Dinge?

Nicht alles kann der Mensch besser als Tiere und Pflanzen. Tiere können vieles, was Menschen nicht können. Aber auch bei sportlichen Disziplinen sind Tiere den Menschen überlegen. Die Größe und die Tauchkünste eines Walfischs oder die Fotosynthese lassen wir beim Vergleich verschiedener "Sportarten" aber hier beiseite.

Super-Sprinter 

Der Mensch Usain Bolt lief in London 100 Meter in 9,58 Sekunden. Das sind umgerechnet 37,6 km/h. Ein Rennpferd schafft die gleiche Strecke in 4,09 Sek. Ein Gepard ist noch einen Tick schneller und ist nur 3,46 Sek. unterwegs. Noch schneller ist der Fächerfisch mit 3,27 Sek. auf 100 Meter. Und das natürlich im Wasser, also bei erheblich höherem Widerstand.  

Hochspringer

Javier Sotomayor sprang 2,45 Meter hoch. Genauer, er sprang über eine Latte in 2,45 Meter Höhe und landete recht unsanft im Sand der Sprunganlage. Ein Puma springt glatt bis in die Höhe von 5,50 Meter und landet danach sehr geschmeidig auf seinen Pfoten. Ein Klippspringer fliegt mit 8,00 Metern weit über den springenden Puma hinweg - und landet sicher, aber hörbar, auf seinen Hufen.

Weitspringer

Mike Powell springt in Sätzen von 8,95 Metern. Das ist ziemlich weit. Gämsen springen nur rund 7,00 Meter und der Goliathfrosch nur rund 5,00 Meter. Aber keine Bange, im Tierreich wird auch viel weiter gejumpt. Pumas springen bis zu rund 12,00 Meter und Riesenkängurus schaffen sogar Entfernungen von 12,80 Metern. Unter Zoologen hält sich das Gerücht, das Schneeleoparden im Himalaya über Distanzen von 15 Metern springen sollen. Aber, wie gesagt, ein Gerücht. Wenn Sie Lust haben können Sie eine kleine Recherche machen. Vielleicht finden Sie  zuverlässige Beweise. Einfacher können Sie heimische Heuschrecken beobachten. Diese springen zwar nur bis zu zwei Metern weit. In Relation zu ihrer Körperlänge ist das aber so, als würden Menschen 50 Meter weit hüpfen können. Die Energie für diese Höchstleistung speichern sie im hintersten ihrer drei Beinpaare. In den Kniegelenken sind Sehnen als Sprungfedern eingebaut, die sich (mit leichtem Kraftaufwand) anspannen, wenn die Heuschrecke mit angewinkelten Beinen dasitzt. Streckt sie diese Hinterbeine nur ein klein wenig, löst sie die Sprungfeder aus. Diese entspannt sich und wird schlagartig länger. Die freiwerdende gespeicherte Energie katapultiert die Heuschrecke ruckartig vor ihren Feinden in Sicherheit. Meistens jedenfalls. 

Gewichtheber

Der Gewichtheber Hossein Rezazadeh trägt nicht nur schwer an seinem Namen. Er stemmt auch glatt (naja) 263 Kg mit der großen Hantel. Gorillas sollen bis zu 900 Kg heben können. Das ist eine Schätzung von Wissenschaftlern, es können auch einige Kilos mehr oder weniger sein. Elefanten sind dagegen relative Weicheier. Sie schaffen nur rund 300 Kg, allerdings mit dem Rüssel. Aber wenn wir schon bei relativen Vergleichen sind: Die Hornmilbe trägt bis zu 0,12 Gramm, das sind 0,00012 Kg. Sie wiegt aber auch nur 0,0000001 Kg, besser verständlich als ein Zehntausendstel Gramm. Hornmilben tragen also das 1200-fache ihres Eigengewichts. Das macht ihnen kein anderes Lebewesen nach.