Die 500 reichsten Deutschen

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Unser ganz privater Standpunkt

Jedem, der tüchtig ist, sei gegönnt was er sich erarbeitet hat. Es ist zwar nicht möglich, nur aus eigener Kraft wirklich reich zu werden, also ohne an seinen Mitarbeitern zu verdienen. Was aber nicht negativ, sondern positiv beurteilt werden muss, Denn schließlich werden bei einer erfolgreichen Unternehmertätigkeit Arbeitsplätze, Arbeitnehmereinkommen und Steuern für das Gemeinwesen generiert. Auch der Einwand, dass sehr Erfolgreiche auch das Glück oder den Zufall auf ihrer Seite hatten, wie z.B. die Aldi-Brüder, welche die richtige Idee zur richtigen Zeit hatten und diese konsequent mit Geschick verfolgten, sollte nicht zu Neid verleiten. Günstige Umstände, zusammen mit einer guten Nase für Gelegenheiten, hätte jeder gern und wären wünschenswert für alle.

Jetzt kommt aber der Pferdefuß

Die Konzentration von sehr großen Vermögen setzt die Demokratie teilweise außer Kraft. Es sind sicherlich nicht die Dümmsten, aber auch nicht unbedingt die allerhellsten Köpfe des Landes, die mit Geschick, Glück und Härte so große Vermögen anhäufen konnten. (Zu viel Intelligenz ist ohnehin ein Reichtums-Hindernis erster Güte.) Trotzdem sollte man deren Drang nach immer mehr nicht ausbremsen, denn das würde unseren Wohlstand schmälern und Willkür Tür und Tor öffnen. Die weitere Konzentration wirklich großer Vermögen könnte man über die Erbschaftssteuer etwas verlangsamen. Aber auch da sind wir sehr skeptisch, denn eine solche Politik wäre gefährlich nahe am Einstieg in eine andere Gesellschaft. Extreme Gesellschaftsmodelle, die u.a. von der Partei "Die Linke" propagiert werden, die allerdings noch weiteren populistischen Quatsch fordern, passen in Konsequenz weder zu der Natur des Menschen, noch zu den gegebenen Machtverhältnissen*1.

*1)Man sollte aber gerecht und objektiv bleiben: Selbst die Partei "Die Linke" hat natürlich, neben ihren wirtschaftsfeindlichen und daher schädlichen Vorschlägen, die eine oder andere vernünftige Idee, die wg. der Macht der Milliardäre aber völlig unrealistisch ist und mit Sicherheit niemals realisiert werden kann.

Die Vermögenskonzentration läuft nun aber immer schneller ab und führt zu einem Auseinanderklaffen der Gesellschaft. Mit der Gefahr, dass sich auch bei uns flächendeckend Zustände entwickeln, die sich heute bereits in den Armutsquartieren der Großstädte abzeichnen. Wie bereits in allen Großstädten der USA und dort auch in weiten Landesteilen, besonders im mittleren Westen. (In den USA gibt es unterhalb der weißen Unterschicht noch Farbige und Latinos als Puffer.) 

Es gibt sogar eine Lösung, die durchgerechnet ist und zudem noch zu Steuer-Mehreinnahmen führt: Wenn die eigens für Superreiche geschaffenen Steuerschlupflöcher wieder abgeschafft würden (wie steuerbefreite Stiftungskonstruktionen usw.), könnten auch kleinere Vermögen mit einem Steuersatz von 10% vererbt werden, mit Sonderregelungen für kleine und mittelständische Firmen und natürlich für selbst genutzte Immobilien. Eine diessbezügliche Änderung können wir aber, wg. der bestehenden politischen Macht der betroffenen Familien, von keiner regierungsfähigen Partei erwarten.

Solange Superreiche und multinationale Konzerne unsere Infrastruktur und unser Bildungssystem nutzen, i.d.R. aber keine Erbschaftssteuern und nur geringfügige oder keine Einkommens- bzw. Körperschaftssteuern zahlen, haben wir Verständnis und Sympathie für alle anderen Steueroptimierer.